Themenliste: T - Z
Über die Themenliste
Die EHB-Themenliste will Forscher, Interessierte, Di- plomstudenten und die Be- standsträger selbst auf lohnende Forschungsas- pekte verweisen. Die Liste reicht von der Beschäf- tigung mit einzelnen Au- toren und beschränkten Themenstellungen bis hin zu Epochenzusammenhängen.
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Theater
Das Theater als barocke Lehranstalt
Von den Bildungsausgängen und vom Humanismus her finden sich vor allem Werke antiker Autoren in den Beständen. Auf diese folgen jesuitische, benediktinische und andere Theaterautoren. Allmählich geht das Schultheater in alle Volksschichten über . Und viele Pfarreien, Heime, Schulinstitute, Verbände und Vereine ergreifen Initiativen volkstümlicher Aufführungen. In manchen Beständen sind solche kleine volkstümliche Spieltexte noch vorhanden [Räubergeschichten, Liebesfarcen, Wilderergeschichten, Familienkonflikte, Weihnachts- und Hirtenspiele, kleine Singspiele...]. Es sind Vorbildspiele der Erziehung. Gelegentlich gibt es wieder Versuche zu deren Erforschung und Wiederbelebung.
Von den Bildungsausgängen und vom Humanismus her finden sich vor allem Werke antiker Autoren in den Beständen. Auf diese folgen jesuitische, benediktinische und andere Theaterautoren. Allmählich geht das Schultheater in alle Volksschichten über . Und viele Pfarreien, Heime, Schulinstitute, Verbände und Vereine ergreifen Initiativen volkstümlicher Aufführungen. In manchen Beständen sind solche kleine volkstümliche Spieltexte noch vorhanden [Räubergeschichten, Liebesfarcen, Wilderergeschichten, Familienkonflikte, Weihnachts- und Hirtenspiele, kleine Singspiele...]. Es sind Vorbildspiele der Erziehung. Gelegentlich gibt es wieder Versuche zu deren Erforschung und Wiederbelebung.
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Unterricht
Unterrichtsysteme und Schulbestände
Unterrichtssysteme sind ständig in Bewegung. Von den artes liberales bis zu den Schulreformen des 19. Jh. Ähnliche Formen des historischen Systemwechsels gibt es auch für die Ausbildung des Klerus in den universitären Programmen. Bis heute wirken Elemente und Programme früherer Unterrichtsformen und Schwerpunkte in unseren Lehrsystemen fort. Alle Ausdifferenzierungen, Wandlungen und Reformen vermögen die Lehrsysteme ihrer Vorzeiten nicht ganz zu verleugnen.
Unterrichtssysteme sind ständig in Bewegung. Von den artes liberales bis zu den Schulreformen des 19. Jh. Ähnliche Formen des historischen Systemwechsels gibt es auch für die Ausbildung des Klerus in den universitären Programmen. Bis heute wirken Elemente und Programme früherer Unterrichtsformen und Schwerpunkte in unseren Lehrsystemen fort. Alle Ausdifferenzierungen, Wandlungen und Reformen vermögen die Lehrsysteme ihrer Vorzeiten nicht ganz zu verleugnen.
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Vollkommenheitseinstellungen und Konzepte
Der Wandel in den Vollkommenheitsvorstellungen und im Vorbildcharakter der Heiligen und Namenspatrone / Der Volksheilige und der Vorbildheilige
Die Nachfolge Christi ist an einen begriff in besonderer Weise gebunden: an denjenigen der Vollkommenheit. Vollkommen zu sein. Im Verlauf der Jahrhunderte wandelt sich die Vorstellung von dem, was eine vollkommene Christusnachfolge ausmacht. Im Wesentlichen sind es mönchische Idealgestalten und Heilige, die als Vorbildgestalten in die Alltagwelt des Christen übertragen werden. Von den heiligen der christlichen Frühzeit [Apostel, Märtyrer, Bischöfe, biblische Gestalten] über heilige Herrscher und Herrscherinnen wandert die Vorbildgabe weiter zu Lokalheiligen und Volksheiligen. Besonders dicht wird die Schar der Ordens- und Gründerheiligen. Dies ergibt unterschiedliche Muster und Vorbildmatrizen für das Vollkommenheitsstreben, das tief im Volke und in den Einzelnen verankert ist. Vollkommen zu sein ist gleichbedeutend mit Gott wohlgefällig, und somit gerettet zu sein. An Beichtbüchern, Predigten, Heiligenlegenden, Heiligsprechungen lässt sich der Wandel nachzeichnen vom Märtyrer für die Wahrheit bis herauf zu den Widerstandskämpfern im Dritten Reich.
Die Nachfolge Christi ist an einen begriff in besonderer Weise gebunden: an denjenigen der Vollkommenheit. Vollkommen zu sein. Im Verlauf der Jahrhunderte wandelt sich die Vorstellung von dem, was eine vollkommene Christusnachfolge ausmacht. Im Wesentlichen sind es mönchische Idealgestalten und Heilige, die als Vorbildgestalten in die Alltagwelt des Christen übertragen werden. Von den heiligen der christlichen Frühzeit [Apostel, Märtyrer, Bischöfe, biblische Gestalten] über heilige Herrscher und Herrscherinnen wandert die Vorbildgabe weiter zu Lokalheiligen und Volksheiligen. Besonders dicht wird die Schar der Ordens- und Gründerheiligen. Dies ergibt unterschiedliche Muster und Vorbildmatrizen für das Vollkommenheitsstreben, das tief im Volke und in den Einzelnen verankert ist. Vollkommen zu sein ist gleichbedeutend mit Gott wohlgefällig, und somit gerettet zu sein. An Beichtbüchern, Predigten, Heiligenlegenden, Heiligsprechungen lässt sich der Wandel nachzeichnen vom Märtyrer für die Wahrheit bis herauf zu den Widerstandskämpfern im Dritten Reich.
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Volkserziehung
Die Instrumente der Volkserziehung: Predigt, Katechese, Beicht und Buße, Sakramentenliturgie, Fest, Brauchtum und Feier, Darstellungsformen in Malerei, Plastik und in Formen er Musik
Eine Vielzahl von seelsorglichen Verpflichtungen und Praktiken regeln und orientieren das Verhalten der Menschen und ordnen das Gemeinschaftsleben. Der Mittelpunkt sind die Kirche, der Unterrichtsraum und das Pfarrhaus. Überall, wo es Klostergründungen gibt, werden auch diese rasch zu Mittelpunkten der Vermittlung und Prägung. Klöster gelten vielfach sogar als das lebendige Buch der Evangelien, und dort sammeln sich die Informationsbestände der Zeit. Leitwerke und Vorbildwerke des geistlichen des geistigen, aber immer auch des profanen Wissens.
Eine Vielzahl von seelsorglichen Verpflichtungen und Praktiken regeln und orientieren das Verhalten der Menschen und ordnen das Gemeinschaftsleben. Der Mittelpunkt sind die Kirche, der Unterrichtsraum und das Pfarrhaus. Überall, wo es Klostergründungen gibt, werden auch diese rasch zu Mittelpunkten der Vermittlung und Prägung. Klöster gelten vielfach sogar als das lebendige Buch der Evangelien, und dort sammeln sich die Informationsbestände der Zeit. Leitwerke und Vorbildwerke des geistlichen des geistigen, aber immer auch des profanen Wissens.
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Zensur und verbotene Bücher in den Landesbeständen
Größere Bibliotheken hatten Abteilungen mit verbotenen Büchern. Diese waren nicht allgemein zugänglich. Die Bücherzensur unterschied zunächst den Bischöfen, bekam aber bald eine eigene kirchliche Behörde. Hinter den Zensurerlässen von Päpsten, Bischöfen, Zensurbeauftragten verbergen sich Motive der unterschiedlichsten Art. Was sind das für Werke in den EHB-Beständen z. B. ? Wer sind ihre Vermittler? Und wozu diente deren Gebrauch? Nach der Freigabe der römischen Zensur- und Prozessprotokolle bieten sich auch für die Landesbestände neue Einsichten in Zensurverfahren, zensurwürdige Werke und Inhalte.
Eine diesbezügliche Forschung könnte etwa könnte einen Abgleich versuchen mit Landesverfahren und den inquisitorischen Hintergrundwerken.
Eine diesbezügliche Forschung könnte etwa könnte einen Abgleich versuchen mit Landesverfahren und den inquisitorischen Hintergrundwerken.





