Themenliste: C - G
Über die Themenliste
Die EHB-Themenliste will Forscher, Interessierte, Di- plomstudenten und die Be- standsträger selbst auf lohnende Forschungsas- pekte verweisen. Die Liste reicht von der Beschäf- tigung mit einzelnen Au- toren und beschränkten Themenstellungen bis hin zu Epochenzusammenhängen.
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Casuskonferenz
Die Kasuskonferenz als Mittel kollektiver Steuerung des christlichen Gesellschaftsverhalten
Die Kasuskonferenz übt wie die Predigt einen tiefgehenden Einfluss auf das mentale, soziale und sittliche Werden des einzelnen Gläubigen wie der gesamten Bevölkerung aus. In Sentenzenkommentaren, Kasuskonferenzen, Kasuskompendien werden diejenigen Fälle abgehandelt, die in den Augen der sozialen und kirchlichen Wahrnehmung zur Behandlung anstehen. Dabei werden die ethischen Wertmaßstäbe gesetzt, die für menschliches Handeln, Denken, Reden im Kontext der Mitgesellschaft gesetzt werden sollen. An den Fallbeurteilungen wird der Wandel der Verhaltenskultur und der Mentalitätsgeschichte ihren bedeutsamsten Schwerpunkten nach über die Jahrhunderte hin greifbar.
Die Kasuskonferenz übt wie die Predigt einen tiefgehenden Einfluss auf das mentale, soziale und sittliche Werden des einzelnen Gläubigen wie der gesamten Bevölkerung aus. In Sentenzenkommentaren, Kasuskonferenzen, Kasuskompendien werden diejenigen Fälle abgehandelt, die in den Augen der sozialen und kirchlichen Wahrnehmung zur Behandlung anstehen. Dabei werden die ethischen Wertmaßstäbe gesetzt, die für menschliches Handeln, Denken, Reden im Kontext der Mitgesellschaft gesetzt werden sollen. An den Fallbeurteilungen wird der Wandel der Verhaltenskultur und der Mentalitätsgeschichte ihren bedeutsamsten Schwerpunkten nach über die Jahrhunderte hin greifbar.
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Cinquecentine in den Beständen von ...
Zu den italienischen bibliografischen Vorzugsprojekten der letzten Jahrzehnte gehört die Aufarbeitung der Cinquecentine: Das 16. Jh. ist eine Umbruchszeit. In den Beständen wird dieser Umbruch sichtbar im Zuwachs der volkssprachlichen Ausgaben, der Themenausweitung, der profanen und kirchlichen Auseinandersetzungen, humanistischer Schwerpunktsetzungen, in der Liebe zu den Chroniken, an religiösen Auf- und Abbrüchen, an Reformation und Gegenreform. Die Fachbereiche in den Studienzyklen erhalten in diesem Jh. ihre wegweisende Neuprägung.
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Drucker
Die deutschen Drucker in Venedig und in Italien im 15. Jh.
Der Inkunabelkatalog im EHB-Netz hält eine überraschende Tatsache bereit: Die ersten Drucker und Druckereien in Italien, aber auch in anderen europäischen Ländern sind deutsche Druckernetze. Selten gewinnt ein kultureller Exportartikel so schnell an europäischem Kulturmarkt wie die Erfindung des Buchdrucks. Von den meisten dieser Druckereien sind inzwischen deren Werkdrucke erfasst und aufgelistet. Druckerfamilien drucken manchmal an mehreren Orten, an einem deutschen und an einem italienischen z.B. Manchmal erscheinen Werke beinahe gleichzeitig an verschiedenen Orten. Selbst das Papsttum bedient sich für bestimmte Erlässe plötzlich des Buchdrucks. Mss verlassen ihre Skriptorien und lassen sich in bürgerlichen Buchdruckereien nieder. Im EHB-Katalog kann obigen Fragen gut nachgegangen werden.
Die Druckwerke [Buchwerke] der bischöflichen Druckereien in Trient und Brixen
Beide Druckereien bieten eine übersichtlichen Bestandsmenge. Mit entsprechender Ausrichtung vor allem auf pastoralbezogene Interessen. Die prägenden Charakteristika dieser Druckereien im 16. Jh. werden das Konzil von Trient, das Aufkommen der Jesuiten, die Auseinandersetzung mit der Reformation, katholische Reformprojekte und Maßnahmen. Von diesen Schwerpunkten vor allem wird die bischöfliche Druckauswahl bestimmt. Beide Druckereien wirken, was allgemeinhin übersehen wird, an der Ausgestaltung von sozialtypischen und kulturellen Territorien mit. Wobei das südliche tirolische Bistum ein italienisch-deutsches Doppelterritorium ist.
Historische Druckereien in Südtirol
Ein neuerer Überblick über die historischen Druckereien in Südtirol ist ein kleines bibliothekarisches Desiderat. Der Typus der Druckereien, Publikationsschwerpunkte, Druckerlaubnisse, Streuung, Sprachverteilungen Druckmengen, Markt, Druckereirollen im Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen [Josephinismus, Aufklärung, Franzosenzeit, 1809, Liberalismus, Weltkriege, Wechsel der politischen Zugehörigkeit], Bevölkerungsschichten, die erreicht werden und vieles andere muss neu erschlossen werden.
Der Inkunabelkatalog im EHB-Netz hält eine überraschende Tatsache bereit: Die ersten Drucker und Druckereien in Italien, aber auch in anderen europäischen Ländern sind deutsche Druckernetze. Selten gewinnt ein kultureller Exportartikel so schnell an europäischem Kulturmarkt wie die Erfindung des Buchdrucks. Von den meisten dieser Druckereien sind inzwischen deren Werkdrucke erfasst und aufgelistet. Druckerfamilien drucken manchmal an mehreren Orten, an einem deutschen und an einem italienischen z.B. Manchmal erscheinen Werke beinahe gleichzeitig an verschiedenen Orten. Selbst das Papsttum bedient sich für bestimmte Erlässe plötzlich des Buchdrucks. Mss verlassen ihre Skriptorien und lassen sich in bürgerlichen Buchdruckereien nieder. Im EHB-Katalog kann obigen Fragen gut nachgegangen werden.
Die Druckwerke [Buchwerke] der bischöflichen Druckereien in Trient und Brixen
Beide Druckereien bieten eine übersichtlichen Bestandsmenge. Mit entsprechender Ausrichtung vor allem auf pastoralbezogene Interessen. Die prägenden Charakteristika dieser Druckereien im 16. Jh. werden das Konzil von Trient, das Aufkommen der Jesuiten, die Auseinandersetzung mit der Reformation, katholische Reformprojekte und Maßnahmen. Von diesen Schwerpunkten vor allem wird die bischöfliche Druckauswahl bestimmt. Beide Druckereien wirken, was allgemeinhin übersehen wird, an der Ausgestaltung von sozialtypischen und kulturellen Territorien mit. Wobei das südliche tirolische Bistum ein italienisch-deutsches Doppelterritorium ist.
Historische Druckereien in Südtirol
Ein neuerer Überblick über die historischen Druckereien in Südtirol ist ein kleines bibliothekarisches Desiderat. Der Typus der Druckereien, Publikationsschwerpunkte, Druckerlaubnisse, Streuung, Sprachverteilungen Druckmengen, Markt, Druckereirollen im Zusammenhang mit bestimmten Ereignissen [Josephinismus, Aufklärung, Franzosenzeit, 1809, Liberalismus, Weltkriege, Wechsel der politischen Zugehörigkeit], Bevölkerungsschichten, die erreicht werden und vieles andere muss neu erschlossen werden.
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Einheitskultur
Von kirchlicher Einheitskultur zu nationalen Sonderkulturen
Es ist ein kontinuierlicher Weg einer sich beschleunigenden Ausdifferenzierungen und Ausgliederungen, welchen das Christentum ab dem 15. Jh. geht. Nicht nur gliedern sich neue Religionsgemeinschaften aus, neue Fakultäten, Nationalsprachen und Nationalliteraturen. Einstellungen, Wissenschaften, die Regeln des öffentlichen Lebens, des Regierens, des Schreibens heben sich überall von den sakramentalen und kirchlichen Einübungen ab. Bestandsanalysen zeicheen auf eindrückliche Weise diesen Weg nach.
Es ist ein kontinuierlicher Weg einer sich beschleunigenden Ausdifferenzierungen und Ausgliederungen, welchen das Christentum ab dem 15. Jh. geht. Nicht nur gliedern sich neue Religionsgemeinschaften aus, neue Fakultäten, Nationalsprachen und Nationalliteraturen. Einstellungen, Wissenschaften, die Regeln des öffentlichen Lebens, des Regierens, des Schreibens heben sich überall von den sakramentalen und kirchlichen Einübungen ab. Bestandsanalysen zeicheen auf eindrückliche Weise diesen Weg nach.
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Entwicklungsgeschichtliche Themen
[wie z.B. der Wandel in den Wertvorstellungen, in den
territorialen Verhältnissen, bei bestimmten Autoren, in Strömungen , in der Volkmentalität, im Rechtswesen...]
Das Spannende der entwicklungsgeschichtlichen Bearbeitungen ist, Ereignbisse, Gegenstände, Ideen nach rückwärts zu verfolgen bis in ihre Vor- und Werdestufen hinein, sie auf ihre Wurzeln zurückzuverfolgen. Und sie in ihrem Gang und in ihren Implikationen, in ihrer Wirkgeschichte bis ins 20. Jh. herauf zu begleiten. Auf diesem Wege können Kultur- und Mentalgeschichte zur Darstellung gebracht werden. Ob es sich dabei um rechtliche Abläufe und Veränderungen, ob um Schreib- und Stilmoden, ob um ethische Programme und Diskurse, ob um Brauchtum und Baustile handelt, es ist immer die Frage: Wie, wo wann und warum lösen sich Phasen, Themensichten und Reformen ab? Und wie haben sich Entwicklungen in Tirol und Südtirol in besonderer Weise ausgeprägt?
territorialen Verhältnissen, bei bestimmten Autoren, in Strömungen , in der Volkmentalität, im Rechtswesen...]
Das Spannende der entwicklungsgeschichtlichen Bearbeitungen ist, Ereignbisse, Gegenstände, Ideen nach rückwärts zu verfolgen bis in ihre Vor- und Werdestufen hinein, sie auf ihre Wurzeln zurückzuverfolgen. Und sie in ihrem Gang und in ihren Implikationen, in ihrer Wirkgeschichte bis ins 20. Jh. herauf zu begleiten. Auf diesem Wege können Kultur- und Mentalgeschichte zur Darstellung gebracht werden. Ob es sich dabei um rechtliche Abläufe und Veränderungen, ob um Schreib- und Stilmoden, ob um ethische Programme und Diskurse, ob um Brauchtum und Baustile handelt, es ist immer die Frage: Wie, wo wann und warum lösen sich Phasen, Themensichten und Reformen ab? Und wie haben sich Entwicklungen in Tirol und Südtirol in besonderer Weise ausgeprägt?
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Exlibris
Die gedruckten und die handschriftlichen Exlibris in den EHB-Beständen
Im Rahmen der Fachkatalogisierung wurden von Bibliogamma sowohl die handschriftlichen Buch- und Besitzvermerke als auch die gedruckten Exlibris aufgenommen und in eine Datei gebracht. Exlibris geben Auskunft über Buchströmungen, Bibliothekssponsoren, Buchwege und Legate, Nutzung und Benutzer, Sammelinteressen, Bildungshintergründe u. v. m. Sei führen in Bestandszusammenhänge ein.
Im Rahmen der Fachkatalogisierung wurden von Bibliogamma sowohl die handschriftlichen Buch- und Besitzvermerke als auch die gedruckten Exlibris aufgenommen und in eine Datei gebracht. Exlibris geben Auskunft über Buchströmungen, Bibliothekssponsoren, Buchwege und Legate, Nutzung und Benutzer, Sammelinteressen, Bildungshintergründe u. v. m. Sei führen in Bestandszusammenhänge ein.
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Fachbereiche
Die Literatur der Fachbereiche in den Beständen [Theologie, Pastoral, Medizin, Philosophie, Rechtswesen, Handel, Gewebe...]
Aus den vier Grundfakultäten gliedern sich immer mehr autonome Wissens- und Sachbereiche aus. Diese werden zu autonomen Studienbereichen gebündelt. Wenn viele historische Bibliotheksbestände auch primär auf pastorale Aufgaben ausgerichtet scheinen, so sind die Sammlungen dennoch die einzigen Überlieferungsträger für das gesamte Wissen der Vorzeiten und Zeiten. Sie bewahren es auf, kopieren es und bringen es in Umlauf und Druck. Gesammelt wurde nicht nur nach religiösen Interessen. Die Mitglieder von Orden, Abteien, Klöstern, Pfarreien und Pfründschaften kommen ihrer sozialen Herkunft nach aus den unterschiedlichsten Schichten. Sie widmen sich selbst den unterschiedlichsten Berufen, hatten Sekretariatsstellen und Verwaltungsfunktionen inne, betrieben Handel und Wirtschaft, gründeten und führten Spitäler, waren den Landesherren und der Politik verbunden und hatten Ratgeberfunktionen in allen Bereichen. Aus den vielen Fachbereichen kann in einer Untersuchung immer nur etwas ausgewählt, in seinem Entwicklungsgang und anhand von Standardwerken dargestellt werden.
[Die] Fakultätsgeschichte in den Beständen
Der Durchgang durch die Bestände ist ein solcher auch durch die Fakultätsgeschichte. In der Zuteilung der Werke ergibt sich eine Zuteilung nach den artes liberales, nach den vier Fakultäten und nach deren allmählichen Ausdifferenzierungen. Es ist eine repräsentative Geschichte der Vorherrschaft von Grundfächern und de Autonomiewerdung von immer mehr Bereichen. Im Grunde ist es der Werdegang de europäischen Wissenschafts- und Entfaltungsgeschichte der in den Beständen aufbewahrt wird.
Aus den vier Grundfakultäten gliedern sich immer mehr autonome Wissens- und Sachbereiche aus. Diese werden zu autonomen Studienbereichen gebündelt. Wenn viele historische Bibliotheksbestände auch primär auf pastorale Aufgaben ausgerichtet scheinen, so sind die Sammlungen dennoch die einzigen Überlieferungsträger für das gesamte Wissen der Vorzeiten und Zeiten. Sie bewahren es auf, kopieren es und bringen es in Umlauf und Druck. Gesammelt wurde nicht nur nach religiösen Interessen. Die Mitglieder von Orden, Abteien, Klöstern, Pfarreien und Pfründschaften kommen ihrer sozialen Herkunft nach aus den unterschiedlichsten Schichten. Sie widmen sich selbst den unterschiedlichsten Berufen, hatten Sekretariatsstellen und Verwaltungsfunktionen inne, betrieben Handel und Wirtschaft, gründeten und führten Spitäler, waren den Landesherren und der Politik verbunden und hatten Ratgeberfunktionen in allen Bereichen. Aus den vielen Fachbereichen kann in einer Untersuchung immer nur etwas ausgewählt, in seinem Entwicklungsgang und anhand von Standardwerken dargestellt werden.
[Die] Fakultätsgeschichte in den Beständen
Der Durchgang durch die Bestände ist ein solcher auch durch die Fakultätsgeschichte. In der Zuteilung der Werke ergibt sich eine Zuteilung nach den artes liberales, nach den vier Fakultäten und nach deren allmählichen Ausdifferenzierungen. Es ist eine repräsentative Geschichte der Vorherrschaft von Grundfächern und de Autonomiewerdung von immer mehr Bereichen. Im Grunde ist es der Werdegang de europäischen Wissenschafts- und Entfaltungsgeschichte der in den Beständen aufbewahrt wird.
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Frankreich
Die Einflüsse französischer Autoren, Muster und Strömungen in den Buchsammlungen des Landes und im tirolischen Raum
Bereits in den Inkunabelbeständen des Landes spielt Paris mit seinen universitären Strukturen, Kollegien, Generalstudien und Magistri eine führende Rolle. Noch einmal dominant wird Frankreich im 18. Jh. , z. B. für die großen rhetorischen Predigtstile [Hofrhetorik, rustikale und bürgerliche Predigtmodelle, Aufklärungskatechese] und mit seinen kirchengeschichtlichen Werken. Über zwei wichtige Netzwerke dringen französische Modell in den tirolischen Raum vor: einmal über den adeligen und gebildeten Klerus, zum anderen über Übersetzungszentren, wie z.B. Augsburg. Berühmte Vorbilder sind Bossuet, Fléchier, Fénélon, Bourdaloue, Massillon, Fleury u. a. Strömungsmäßig wirken Bewegungen herüber wie Gallikanismus, Staatskirchentum, Jansenismus, Aufklärung, Antiklerikalismus, Geschichtstheologie herüber.
Bereits in den Inkunabelbeständen des Landes spielt Paris mit seinen universitären Strukturen, Kollegien, Generalstudien und Magistri eine führende Rolle. Noch einmal dominant wird Frankreich im 18. Jh. , z. B. für die großen rhetorischen Predigtstile [Hofrhetorik, rustikale und bürgerliche Predigtmodelle, Aufklärungskatechese] und mit seinen kirchengeschichtlichen Werken. Über zwei wichtige Netzwerke dringen französische Modell in den tirolischen Raum vor: einmal über den adeligen und gebildeten Klerus, zum anderen über Übersetzungszentren, wie z.B. Augsburg. Berühmte Vorbilder sind Bossuet, Fléchier, Fénélon, Bourdaloue, Massillon, Fleury u. a. Strömungsmäßig wirken Bewegungen herüber wie Gallikanismus, Staatskirchentum, Jansenismus, Aufklärung, Antiklerikalismus, Geschichtstheologie herüber.
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Gerechtigkeit
Prinzipien des gerechten Handelns und Muster der Gewissensprägung in religiösen Gemeinschaften und in der seelsorglichen Praxis
Vertreter des göttlichen Rechts, Vertreter des Naturrechtdenkens, Vertreter und Ansichten gesellschaftlicher Rechtsbegründungen stehen nebeneinander und häufig auch gegeneinander.
In der Frage der Gewissensverantwortung des Handelns gibt es Auseinandersetzungen von laizistischen Rechtsauffassungen über probabilistische Theorien bis hin zu ethischem und rechtlichem Rigorismus. Wenige Fragen sind so relevant für die gesellschaftliche und mentale Prägung wie die Begründungstheorien für individuelles und kollektives, freies und gesellschaftsgebundenes Verhalten. Wenige Fragen auch so spannend wie diese. Weithin setzen Ordensvertreter in ihren Werken die Maße und die Schwerpunkte dafür fest, was als Gerechtigkeit und gerechtes Verhalten zu gelten hat.
Vertreter des göttlichen Rechts, Vertreter des Naturrechtdenkens, Vertreter und Ansichten gesellschaftlicher Rechtsbegründungen stehen nebeneinander und häufig auch gegeneinander.
In der Frage der Gewissensverantwortung des Handelns gibt es Auseinandersetzungen von laizistischen Rechtsauffassungen über probabilistische Theorien bis hin zu ethischem und rechtlichem Rigorismus. Wenige Fragen sind so relevant für die gesellschaftliche und mentale Prägung wie die Begründungstheorien für individuelles und kollektives, freies und gesellschaftsgebundenes Verhalten. Wenige Fragen auch so spannend wie diese. Weithin setzen Ordensvertreter in ihren Werken die Maße und die Schwerpunkte dafür fest, was als Gerechtigkeit und gerechtes Verhalten zu gelten hat.
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Griechenland
Das griechische Erbe in der abendländischen Tradition in den Beständen
Die Antike ist nicht tot. In lateinischen Übersetzungen, im syrisch-arabischen Raum, aber auch unmittelbar wirken die griechischen Denker und Vorbilder fort. Und auch immer wieder in der Form von Renaissancen und Humanismen lebt es neu auf.
Der Kontakt mit Griechenland ist niemals abgebrochen. Ostrom, die orthodoxe Kirche und deren Kirchenschriftsteller, die Überlieferungen des syrischen Orients, Venedig mit seinen Orientkontakten, griechische Klöster in Rom und Süditalien, Griechischkenner im Westen allem kann wie in Frankreich auch im deutschen Kulturraum intensiver nachgegangen werden. Mystik und Neoplatonismus, Reformen, Geschichtsschreibung, Rhetorik, Gymnasialprogramme und Studien greifen immer wieder auf griechische Kenntnisse und Quellen zurück.
Die Antike ist nicht tot. In lateinischen Übersetzungen, im syrisch-arabischen Raum, aber auch unmittelbar wirken die griechischen Denker und Vorbilder fort. Und auch immer wieder in der Form von Renaissancen und Humanismen lebt es neu auf.
Der Kontakt mit Griechenland ist niemals abgebrochen. Ostrom, die orthodoxe Kirche und deren Kirchenschriftsteller, die Überlieferungen des syrischen Orients, Venedig mit seinen Orientkontakten, griechische Klöster in Rom und Süditalien, Griechischkenner im Westen allem kann wie in Frankreich auch im deutschen Kulturraum intensiver nachgegangen werden. Mystik und Neoplatonismus, Reformen, Geschichtsschreibung, Rhetorik, Gymnasialprogramme und Studien greifen immer wieder auf griechische Kenntnisse und Quellen zurück.
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Gymnasien
Die tirolischen Gymnasien zwischen dem 16. und dem 19, Jh.
Seit den protestantischen und den katholischen Schulreformen breitet sich die gymnasiale Ausbildung über das gesamte Abendland aus. Über Jahrhunderte war die sog. klassische Ausbildungsform [mit Latein und Griechisch] die vollkommenste Ausbildungsstufe für Klerus, Adel, gehobenes Bürgertum. Und letztlich aller Begabten.
Die Zulassung zum Priesterstand, die zur höheren Verwaltung, zu den meisten Bildungsberufen lief über das Gymnasium mit seinem reichen und ausbildungsintensiven Fächerkanon. Manche Werke in den EHB-Beständen sind Zeugnisse und „Schulüberbleibsel“ dieser Bildungsreise zurück in und über die Antike.
Berühmte humanistische Gymnasien Tirols waren: Hall, Innsbruck, Bozen, Meran, Brixen, Trient.
Seit den protestantischen und den katholischen Schulreformen breitet sich die gymnasiale Ausbildung über das gesamte Abendland aus. Über Jahrhunderte war die sog. klassische Ausbildungsform [mit Latein und Griechisch] die vollkommenste Ausbildungsstufe für Klerus, Adel, gehobenes Bürgertum. Und letztlich aller Begabten.
Die Zulassung zum Priesterstand, die zur höheren Verwaltung, zu den meisten Bildungsberufen lief über das Gymnasium mit seinem reichen und ausbildungsintensiven Fächerkanon. Manche Werke in den EHB-Beständen sind Zeugnisse und „Schulüberbleibsel“ dieser Bildungsreise zurück in und über die Antike.
Berühmte humanistische Gymnasien Tirols waren: Hall, Innsbruck, Bozen, Meran, Brixen, Trient.





